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Erste Hilfe

Erste Hilfe ist ein ganz wichtiger Punkt zum Thema Verkehrssicherheit. Zu der ersten Hilfe ist laut Stgb 323c jeder verpflichtet. Es gibt genügend leute die einfach weiterfahren. Wir wollen, dass Ihr es nicht tut, denn Ihr könntet es selbst sein, die in Not geraten und seit sicherlich froh wenn euch jemand aus dem auto holt und Ihr nicht verblutet! Wer nicht hilft macht sich strafbar!

§ 323c  Unterlassene Hilfeleistung

Wer bei Unglücksfällen oder gemeiner Gefahr oder Not nicht Hilfe leistet, obwohl dies erforderlich und ihm den Umständen nach zuzumuten, insbesondere ohne erhebliche eigene Gefahr und ohne Verletzung anderer wichtiger Pflichten möglich ist, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.

Die Rettungskette

Lebensrettende Sofortmaßnahmen

§          Absichern/Bergen
§         
Stabile Seitenlagerung
§         
Beatmung und Herzdruckmassage
§          Blutstillung

§         
Schockbekämpfung

Notruf

§          Wo ist der Notfallort?
§         
Was ist geschehen?
§         
Wie viele Menschen sind betroffen?
§         
Wer ruft an?
§          Warten auf Rückfragen


Weitere erste Hilfe

§          Wundversorgung
§         
Falls notwendig, die lebensrettenden Sofortmaßnahmen weiter durchführen

Rettungsdienst

§          Versorgung durch den Notarzt
§         
Versorgung durch den Sanitäter

Weitere Versorgung

§          im Krankenhaus
§         
durch einen praktischen Arzt
§         
in einer Ambulanz

 

 


 Absichern und Bergen

Die allererste Hilfe ist damit getan, sobald man noch keine äußerlichen Aktivitäten eines Wracks ersehen kann, so schnell wie möglich die Unfallstelle abzusichern. Dazu gehört ein Warndreieck. Auf Autobahnen setzt es man ca. 150m vor das Wrack, damit es für alle deutlich sichtbar ist. Nachts empfiehlt es sich (noch keine Pflicht) eine gelbe Warnweste anzuziehen, damit man nicht über den Haufen gefahren wird, wenn man das Dreieck aufstellen möchte.

Das Bergen des im Wrack befindlichen Passanten erfolgt immer unter Eigenschutz und nach eigenem Ermessen. Bsp: Wenn ein Auto bereits brennt, sollte man sein eigenes Leben nicht dafür riskieren, da hier sowieso alles zu spät ist. Wenn man solche Risiken eingeht, kann es passieren, dass man dann sich mit verletzt. So ist zum ersthelfer ein zweithelfer gefordert.

 

Stabile Seitenlage

1. Strecke den dir näher liegenden Arm des Bewusstlosen gerade aus und lege ihn im rechten Winkel zu dessen Körper auf den Boden!
2. Ergreife nun das gegenüberliegende Bein am Knie und den gegenüberliegenden Arm am Handgelenk; das Handgelenk des Notfallpatienten auf dessen Knie legen und ein stabiles Dreieck bilden

3. Drehe den Bewusstlosen nun vorsichtig in die stabile Seitenlage!
4. Damit die Atemwege weiterhin frei bleiben, musst du nun den Kopf überstrecken, das Gesicht zum Boden drehen und den Mund leicht öffnen. Sollte der Notfallpatient breite Schultern  haben, lege die Handfläche des Arms, mit dem du das stabile Dreieck gebildet hast, unter den Kopf des Bewusstlosen.
5. Du musst nun regelmäßig Atmung und Kreislauf kontrollieren; der Bewusstlose bleibt währenddessen in der stabilen Seitenlage.
 

 

Beatmung

1. Lege das Beatmungstuch über die Nase des Notfallpatienten.
2. Knie dich seitlich neben den Kopfe des Notfallpatienten und überstrecke den Kopf nackenwärts! Nun verschließe mit deinem Daumen den Mund des Notfallpatienten, umschließe dessen Nase mit deinem Mund und beatme ihn!
3. Hebe nach jeder Beatmung deinen Kopf und atme frische Luft ein!




Herzdruckmassage

Bevor mit der Herzdruckmassage begonnen wird, mißt man zunächst den Puls. Bei erkennen, dass der Passant einen Kreislaufstillstand hat, ist die Massage durchzuführen. Der Rythmusist seit neustem auf 30/2. Das heisst 30 mal massieren und 2 x mund zu nase Beatmung. Begonnen wird hier bei mit der Massage des Herzens.

1.
Zuerst suchst du beim Notfallpatienten mit Atem-Kreislauf-Stillstand den so genannten Druckpunkt, der in der Mitte der unteren Hälfte des Brustbeins liegt.
2.
Dann legst du einen Handballen auf den Druckpunkt und die zweite Hand auf die erste. Strecke nun deine Arme durch und drücke den Brustkorb etwa 4 bis 6 cm nieder.
Anschließend entlaste den Brustkorb völlig, hebe aber deine Hände nicht vom Brustkorb! Versuche, eine gleichmäßige Arbeitsfrequenz von 100 Massagen pro Minute durchzuführen!


ACHTUNG:
Eine Herzdruckmassage funktioniert nur dann gut, wenn der Notfallpatient auf einer harten Unterlage liegt.



Blutstillung

Die Blutstillung kann schon der Ersthelfer am Unfallort vornehmen. Je nach Zustand des Patienten (der bei starken Blutungen immer mehr schlechtere Werte aufweist) kann man bei z.B. Blutungen am Unterarm (z.b. Teilabriss) den Arm hochhalten oder bei Höhe des bisepts mit dem Daumen den Puls fühlen, dann das Blutgefäß (was leicht zu ertasten ist) vorzeitig abdrücken. Es wird dabei keine Abbindung gemacht, da dann die Gefahr besteht, dass der Patient ein Körperteil verlieren kann, da es nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird.

Bei offenen Wunden kann man mittels Druckverband die Blutung weiträumig stillen. (siehe San-Kasten im Kfz). Sollte der Passant sich bereits im Schockzustand befinden (zuviel Blut verloren), so ist ein Hochhalten des Beines beispielsweise nicht ratsam. Hier kann der Patient einen Herz-Kreislaufstillstand erleiden. Bei dem kardiogenen Schockzustand muss der Oberkörper aufgerichtet werden.


Schockbekämpfung

1. Stille rasch starke Blutungen!
2. Kühle Verbrennungen! Spüle Verätzungen!
3. Lagere Notfallpatienten immer so, dass sie möglichst wenig Schmerzen haben! Welche Lagerungen dem Zustand des Notfallpatienten am besten
entsprechen, erfährst du auf den folgenden zwei Seiten.
4. Öffne beengende Kleidung und sorge für genügend frische Luft! Achte darauf, dass der Notfallpatient langsam und ruhig atmet!
5. Sorge für Ruhe und beruhige den Notfallpatienten!
6. Bleibe beim Notfallpatienten und sprich mit ihm, damit er weiß, dass jemand da ist, der sich um ihn kümmert.


Lagerungen im Rahmen der Schockbekämpfung

ACHTUNG: Die nun folgenden Lagerungen dürfen nur dann durchgeführt werden, wenn der Notfallpatient ansprechbar ist!

§     Bei Kopfverletzungen sowie bei einem Schlaganfall lagerst du den
       Notfallpatienten mit leicht erhöhtem Kopf und Oberkörper.
§     Bei Atemnot lagerst du den Notfallpatienten mit erhöhtem Oberkörper,
       so dass er sich seitlich mit den Armen abstützen kann.
§     Bei Bauchschmerzen legst du den Notfallpatienten auf den Rücken,
       schiebst ihm eine große Rolle unter die Knie und bettest seinen Kopf
       auf einen Polster. Wenn der Notfallpatient lieber auf der Seite liegen
       möchte,  ist das auch okay.
§     Beim Verdacht auf eine Wirbelsäulen- oder Beckenverletzung veränderst
       du die Lage des Notfallpatienten nicht, es sei denn, er liegt in einer
       Gefahrenzone.
§     Bei einem Kollaps, bei Blutungen an Armen oder Beinen und bei
       Verbrennungen legst du die Beine des Notfallpatienten hoch und
       schiebst ihm eine Decke unter den Kopf.

ACHTUNG: Bei dieser Lagerung darf der Notfallpatient keine Verletzung, Erkrankung oder Vergiftung haben, die eine der zuvor beschriebenen Lagerungen erfordert. Weist ein Bein eine Knochen- oder Gelenksverletzung auf, darf dieses nicht bewegt werden!