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Neutralstellung des Schalthebels für JTD und HGT (von MaxNice)

Für alle JTD- und HGT-Fahrer: Ich habe für euch die lang ersehnte Möglichkeit, eurer Schaltung wieder selbstständig in die Neutralposition zu verhelfen.

Die Ursache liegt in einem kleinen Konstruktionsproblem auf dem Getriebe. Dort wo die beiden Gestänge des Schalthebels ankommen, nicht im Fahrzeuginnern, sondern außen. Hier sitzt eine Achse, die das Gestänge für die Bewegung des Schalthebels von rechts nach links umlenkt. Diese Achse ist aber nicht wassergeschützt und nur in zwei kleinen Plastikebuchsen gelagert, das bedeutet, dass die Achse schnell festgammelt, Feuchtigkeit, bringt die Achse zum Rosten und die Oberfläche frisst sich in die Plastebuchse. Folge ist dann, dass diese sich zu schwer bewegen lässt, sodass die Feder im Getriebe es nicht mehr vermag den Schalthebel in die Neutralposition zu drücken.
Als Abhilfe muss also die Achse ausgebaut, gereinigt, gefettet und wieder montiert werden.

benötigtes Werkzeug/Material:
- etwa 2-3 Stunden Zeit (kommt drauf an, wie fest die Mutter auf der Umlenkachse ist)
- Schlitzschraubenzieher
- 10er Maulschlüssel
- kurzen 17er Maulschlüssel (evtl. verschieden lange)
- kleine Ratsche mit Verlängerung
- dazu eine 10er
- und eine 13er Nuss
- kleine Rohrzange
- neue 17er Sicherungsmutter
- Rostlöser
- Bremsenreiniger
- Wälzlagerfett o.ä.
- Cuttermesser
- Filz zum Polieren
- Zahnpasta

1. Die Öffnung der Schaltungänge am Getriebe liegt unter dem Batteriekasten. Zuerst also die Polklemmen mit dem 10er Schlüssel lösen und die Klemmen bei Seite drücken.



2. Dann die Batteriebefestigungsbügel mit der Ratsche (10er Nuss) abschrauben.



3.  Jetzt ist die Batterie frei, diese herausnehmen und irgendwo abstellen wo niemand drüber stolpert. Als nächstes muss der Batteriekasten entfernt werden, er ist mit drei Schrauben im Boden befestigt.



4. diese lösen und die drei Kabelhalter öffnen.



5. Die darin befindlichen Kabel herausdrücken und den Batteriekasten herausnehmen. Nun ist der Blick auf den Problemverursacher frei:



6. Wenn jemand im Auto sitzt und den Schalthebel von rechts nach links hin und her bewegt, sieht man auch welche Achse gemeint ist. Diese gilt es auszubauen, dazu muss die gekennzeichnete Mutter mit dem/n 17er Schlüssel/n entfernt werden, sie kann sehr fest sein, wie bei mir selbst. Ist die Mutter gelöst nimmt man einen Maulschlüssel und drückt den ebenfalls gekennzeichneten Kugelkopf aus der Pfanne.



7. Nun kann die Achse herausgezogen werden, evtl. ist etwas Kraftanwendung nötig.




Die Achse selbst:



Sie ist in zwei solcher Plastikbuchsen gelagert:



8. Die Umlenkachse muss gereinigt werden, dazu mit einem Cuttermesser die Ablagerungen an den Enden vorsichtig abschaben, anschließend die Fläche mittels Flies und Zahnpaste polieren (es empfiehlt sich einen "Dremel" o.ä. mit Polieraufsatz zu verwenden). Des weiteren sollten die Plastikbuchsen und die Achse gesäubert und neu gefettet werden, dabei darauf achten, dass zuerst das kugelkopfseitige Ende der Achse gefettet wird, dann das erste Lager aufschieben.



Nun das andere Ende der Achse fetten, das zweite Lager ungefettet zurück ins Gehäuse am Getriebe stecken. Jetzt die Achse zurück ins Gehäuse Stecken, dazu in den ersten Gang schalten, sonst ist das Gewicht im Weg. Aufpassen, das kein Fett auf das Gewinde kommt, falls doch mit Bremsenreiniger entfetten. Der Kugelkopf sollte nun wieder in die Pfanne gedrückt und anderseitig der Hebel aufgesteckt werden. Jetzt kann die Mutter wieder aufgeschraubt werden, wenn man wirklich nicht in der Lage ist eine neue 17er Sicherungsmuttern aufzutreiben, ist es alternativ möglich die alte Mutter mit Bremsenreiniger zu entfetten  und wiederzuverwenden. Nun die Schaltung probieren und sich freuen. Der Schalthebel sollte nun von allein in die Neutralstellung zurückkommen. Alles andere wird jetzt nur noch wieder zusammen gesetzt, also zuerst den Batteriekasten reinsetzen (dabei beachten, dass der Ablaufschlauch nicht geknickt wird) und die Kabel wieder in die Kabelhalter drücken und diese schließen, den Kasten festschrauben, Batterie wieder einsetzen und mit dem Haltebügel befestigen und als letztes die Polklemmen festschrauben. Das Problem sollte nun behoben sein.

Ist der Batteriekasten ausgebaut kann man auch gut testen was wirklich daran Schuld ist, dass es sich schwer schalten lässt. den Kugelkopf aus der Pfanne drücken, lässt sich der Schalthebel leicht bewegen liegt das Problem also entweder an der Umlenkachse oder im Getriebe. Ist die 17er Mutter gelöst, kann man den kleinen Hebel abziehen, wenn sich dann der große Kogelkopf des anderen Gestängeteils..



..leicht auf und ab bewegen lässt und dieser selbstständig wieder in Neutralstellung zurückkommt liegt es 99,9%ig an der Umlenkachse.

Viel Spaß beim Basteln

Kleingedrucktes:
Ich übernehme keine Haftung für Schäden an Fahrzeugen oder Personen. Jegliches Nachahmen geschieht auf eigene Gefahr und Haftung.

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